58 | Kultur Dienstag 5. November 2019

STEFANIENSAAL

Mehrfach gelungen

Chor und Solisten, imposant im Verdi-Requiem.

So alle zwei, drei Jahre bringt Alois J. Hochstrasser im Grazer Stefaniensaal Giuseppe Verdis „Requiem“ zur Aufführung. Gewisse lose Vergleichskriterien lassen sich somit ausmachen. Dank mehrerer Zusatzmomente schlug bei der heurigen Aufführung das Pendel deutlich in den positiven Bereich.

Mit stimmigen Zäsuren wiesen schon die kaum hörbaren Eingangstakte auf kommendes Geschehen. „Dies irae“, in seiner Dimension ein Werk im Werk, blieb auch dank der harmonierenden Solisten durchhörbar.

Die Sopranistin Nicola Proksch als Einspringerin lernte ihre Partie nicht nur innerhalb von drei Tagen, sondern meisterte souverän mit geschmeidiger Höhe ihr umfangreiches Solo in „Libera me“ und mehr. An ihrer Seite die Altistin Eva Maria Riedl-Buschan, der Tenor Jörg Schneider und der strahlende Bass Jan Martinik.

Sonderlob für den gewaltigen, aus Concertchor Graz und Konzertchor Maribor bestehenden Fusionschor.

Hochstrasser durchmaß mit plausibler Gestik und dem ordentlich aufspielenden Orchester der Pannonischen Philharmonie das durch eine Pause zweigeteilte Werk. Walther Neumann

Nächste Aufführung: Werke von Bruch, Mozart, Beethoven. 31. 12., 17 Uhr, Stefaniensaal Graz.

Karten: www.interpannon.eu.

Alois J. Hochstrasser GRILETZ