44 | Südoststeiermark Sonntag 27. Jänner 2019

Sigune und Matthais aus Straden gaben sich in der Träumerei in Maria Bild das Jawort. Ein Foto von ihrer Hochzeit wird nun prämiert KUMP PHOTOGRAPHY (2), SIUKA

Die Liebe ist ihr Geheimnis zum Erfolg

Zwei weststeirische Fotografen waren in Straden im Einsatz. Entstanden ist eines der besten Hochzeitsfotos 2018 in Österreich.

Von Katharina Siuka

Die drei Finalisten kommen auf die Bühne. Trommelwirbel. Im goldenen Kuvert steht der Name des Siegers. „Das ist schon der Wahnsinn“, schildert Hochzeitsfotograf Dietmar Kump aus Stallhofen (Bezirk Voitsberg). Zwei Mal standen Gattin Natja und er schon auf der Bühne, am Dienstag rittert das Duo erneut um den „Austrian Wedding Award“ - dieses Mal aber mit einer Detailaufnahme, die Natja Kump in Straden im Zuhause von Brautpaar Sigune Wonisch und Matthias Pickl geschossen hat. „Book of Love“ haben die beiden das Foto getauft, nur die besten drei hat die Jury ins Finale gelotst.

Es war der 24. August 2018: Braut Sigune lässt sich gerade schminken, Bräutigam Matthias zieht seinen Anzug an. Da schlüpft Natja Kump ins Schlafzimmer, schnappt sich ein Buch und drapiert es mit dem Verlobungsring auf dem Bett. „Das hat das Paar gar nicht bemerkt, es sollte ja auch eine Überraschung werden“, erzählt Kump. Eine solche Aufnahme wollte sie schon immer machen, „von hinten kam dann das Licht so schön durchs Fenster“. Jetzt steht das Foto im Finale. „Wir haben Sigune und Matthias angerufen und vom Award erzählt. Sie haben sich sehr gefreut.“

40 weitere Hochzeiten haben die Kumps im Vorjahr begleitet. „Es wird viel geheiratet“, weiß Dietmar Kump, „aber auf Schloss Kornberg waren wir noch nie, da sind wir heuer zum ersten Mal“. Dabei hält die Region prächtige Orte zum Heiraten bereit. „Die Riegersburg“, zählt der Weststeirer auf, „und die Träumerei in Maria Bild, wo Sigune und Matthias geheiratet haben. Dieses Jahr sind wir auch in der Therme Bad Blumau“. Die Kumps werden aber in ganz Österreich und darüber hinaus gebucht, etwa in Bayern.

Bei so vielen Hochzeiten kehrt aber kein Alltag ein. „Es ist immer ein neues Paar, eine neue Deko, eine andere Location“, sagt Natja Kump. Das ist der Moment, wenn die Kreativität zu fließen beginnt. „Wir nutzen die Technik aus, weil wir immer etwas anders machen wollen.“ Das gilt vor allem bei den Hochzeitsfilmen, für die sogar eine Drohne zum Einsatz kommt. „Das Ausgefallenste war ein Foto, bei dem wir hinter dem Brautpaar Stahlwolle angezündet und gedreht haben.“

Eine Hochzeit, sagen die Kumps, ist so persönlich. „Es ist, als würden wir dazu gehören, man bleibt in Verbindung mit den Paaren.“ Manche Kunden buchten die Kumps anschließend für Baby- oder Tauffotos. Oder schicken Nachrichten zum Hochzeitstag. Vielleicht trudelt eine solche auch am 24. August 2019 ein.

Wir nutzen die Technik aus, weil wir immer etwas anders machen wollen. Wir filmen etwa mit Drohnen.

Dietmar Kump,

Kump Photography

Diese Detailaufnahme (l.) von den Hochzeitsfotografen Natja und Dietmar Kump (r.) steht im Finale